I write, you read!

Letztes

Gemein

Der gemeine Magdeburger fällt durch ein starkes extrovertiertes Modebewusstsein auf. Dabei scheint der Drang verspürt zu werden, in einer Metropole, wie sie “Machdeburch” zu sein scheint, besonders auffallen zu müssen. Da frage ich mich als Mensch aus der Provinz: Sind sie (die Machdeburjer) ihrer Mode auch bewusst?
Vor einigen Jahren, als nur zum Shoppen in die Hauptstadt meines Bundeslandes fuhr, waren Bauchtaschen noch sehr im Trend. Die trugen nicht nur die Solarium gebräunten Herren der Schöpfung in Höhe der Gürtellinie, sondern auch Frau von Welt. Wahlweise dazu: Buffalo-Schuhe, die Weibchen und Männchen größer wirken ließen.
Die Bauchtasche wurde Anfang des neuen Jahrtausends noch um den Bauch getragen. Ja, liebe Genossen, Leser, und Waffenschwestern: Sie haben richtig gelesen. Die Bauchtaschen [...] um den Bauch[...]. Der moderne und modebewusste Magdeburger trägt sie nun diagonal. Also eher wie den Gurt zur Scheide eines Säbels.
Auch hübsch anzusehen: der Extra-Kurz-Haar-Iro. Aber dies nur am Rande.
Drollig sind auch die vielen Löcher in den Ohren, bzw. in den Lappen. An dieser Stelle von Läppchen zu sprechen, wäre fachlich inkorrekt. Jeder modebewusste Magdeburger, ob arm oder reich, Hooligan, Zecke oder Emo-Popper hat so einen Tunnel. Dieser Trend, der ursprünglich wohl vom sehr völkerfreundlichen Magdeburger aus Afrika importiert wurde, zeigt sich in den verschiedensten Variationen. Nur 22 Zoll Alufelgen habe ich noch nicht gesehen. Aber vielleicht setzt sich auch ein weiterer Trend durch, der bei manchen Stämmen in “wilden” Ländern noch betrieben wird: der Tunnel in der Unterlippe.
Magdeburg hat aber auch schöne Seiten, nette Menschen und viele sehenswerte Ecken. Doch darüber zu schreiben, würde jetzt den Rahmen sprengen.

Geblitzdingst

Ich wurde geblitzdingst! Dabei wollte ich doch nur nen Kumpel einholen, der 500 Meter vor mir in seinem kleinen Franzosen fuhr. Da hab ich halt noch mal aufgedreht… Flönk! Ein kurzer Lichtblitz und der Ausdruck des Erstaunens in meinem Gesicht. War ich doch nur auf dem Fahrrad unterwegs.

Stay Rude!

Viele Worte verliere ich nicht. Ich lasse nur Plakatives wirken:

Auf dem Amt

Der erste Schultag, der erste Tag bei einer neuen Arbeitsstelle, vielleicht auch das erste Mal – das sind alles Tage, Momente, die aufregend sind, die dir den Magen umdrehen können, oder auch positiv enden. Nur der erste Gang zum Arbeitsamt in meinem Leben, dieser Tag hat Spuren hinterlassen. Das, was über die Argentur für Arbeit gesagt wird, will ich an dieser Stelle nicht aufgreifen. Nur bleibt ein seltsam beunruhigendes Gefühl. Erst einmal war ich dort, in diesem großen Bürogebäude, in dem die Leute nicht wegen Bananen anstehen. Neukunde bin ich, eine Nummer. Wer in öffentlichen Netzwerken nicht aktiv ist, weil er Angst um seine Daten hat: Wer zum Amt geht, darf sich datentechnisch nackig machen. Das ist ein Punkt, der mich beunruhigt. Ich musste zur Agentur, weil mein Vertrag ausläuft und ich zwischen Studium, das ich beginnen möchte und Arbeitsende einen Monat Luft habe. Ein Vermittlungsgespräch steht nun an. Und da kommt Teil 2 des unguten Gefühls… Muss ich jetzt vier Wochen lang Müll sammeln? Muss ich 300 Kilometer fahren, um mich Umschulen zu lassen? Muss ich noch mehr Daten auf Altpapier schreiben und fristgerecht einreichen?
Ich bin nicht arbeitsscheu. Doch, dass andere darüber bestimmen sollen, was ich mache, das bringt das ungute Gefühl zum Wachsen. Ob meine Gedanken unberechtigt sind, wird sich zeigen. Beratung soll ich erfahren. Nur dieser Ort, das Amt, würde bei facebook ein “gefällt mir nicht” bekommen.

Metalfest 2011

In dieser Folge wahnwitziger Unterhaltung soll es sich um Transportmittel drehen. Nein, nicht wirklich. Doch ist die Erinnerung an einen Wagen, den ich am Wochenende in der Nacht in Dessau sah, in meinem Gedächtnis.
Saxon spielten eine geniale Show beim Metalfest 2011. Da mein Kumpel die Nacht nicht mehr bei neun Grad im Zelt verbringen wollte, wir unsere Lieblingsbands gesehen hatten und nur eineinhalb Stunden bis nach Hause brauchten, sind wir nach Saxon los. Ich kam hinter der Bühne lang, als Biff und Kollegen gerade die Stage verließen. Drummer Neigel stieg im Bademantel in einen VW-Bus ein. Die hinteren Scheiben waren schwarz. Der alte T4 ansonsten schneeweiß. Am geilsten war allerdings die Aufschrift: “Kinderhilfe”. Bleibt die Fragen, in welchem Heim die Jungs nach ihrer Show übernachteten. Für den Tourbus war wohl kein Platz mehr. Auf dem Zeltplatz hatten wir den letzten freien Flecken bekommen. Trotzdem war es ein klasse Metalfest.

Fotos vom Geschehen gibt es auf http://apic-foto.de

In eigener Sache

Wer kennt sie nicht? Die Bilder vom apostol aus Australien. Mit einem Augenzwinkern möchte ich an dieser Stelle auf das Fotoprojekt verweisen, dass ich mit Andreas Körtge betreibe. Ob Portraits, Hochzeitsfotos oder Bandshootings – wir sind uns für nichts zu schade.

Wer Lust und Ziet hat, schaue auf http://apic-foto.de und mache sich ein Bild von unseren Bildern!
Ich freue mich auf *likes* auf Facebook und Klicks auf unserer Seite.

Empty Guns auf Tour

Eigentlich unterlasse ich es normalerweise Werbetrommel zur rühren. An dieser Stelle sei es mir allerdings gestattet. Die Musik von Empty Guns habe ich in meinem Blog ja schon unter die Lupe nehmen dürfen. Nun ist es an der Zeit meine lieben Leser zu informieren, wo sie die Mucke auch Live und in Farbe erleben können:

die daten:

empty guns
weltraumtourist 2011

05.06. babelsberg – radio fritz
07.06. potsdam – waschhaus
09.06. magdeburg – cafe central
10.06. solingen – waldmeister
11.06. koblenz – jam club

(präsentiert von riotcatnellie booking)

Das ganze mal aktualisiert und dann kommen folgende Daten noch zur Tour dazu:

05.08. Magdeburg – RIS
03.09. Hamburg – Molotow
23.09. Berlin – Messehallen
23.09. Ibbenbüren – Scheune
24.09. Bonn – Bla
30.09. Radebeul – Barnyard

Alles weitere erklären euch die Jungs auch gerne selbst!

Schaut doch einfach auf die Homepage

 

Liebe Leser, Eierbläser…

Liebe Leser,
heute habe ich einmal extra langsam für Sie geschrieben. Damit auch Leser, die nicht so schnell lesen können, in der Lage sind, meine Texte zu verstehen.
Da ich gerne für Randgruppen tippe, werde ich Sie in der morgigen Ausgabe mit auf dem Kopf stehenden Worten verwöhnen. Denn wer kennt es nicht. Die Zeitung einmal falsch vom Tisch auf dem Weg zum Klo gegriffen und beim Aufschlagen steht alles Kopf. Und wer will schon den ganzen Mist aus dem Bad wischen?
In der kommenden Woche lesen Sie, liebe Leser, dass ich keinen Bock mehr auf das Schreiben von Texten habe. Dann erscheint eine leere Seite voller spannender Themen. Da lohnt sich auf jeden Fall der Gang zum Fischhändler, der ihnen gern ein paar Kilo aufs Papier klatschen wird.

Sie sind weg

Mit der Rad fahre ich gerne durch meine Heimatregion. Nicht zu weite Strecken. 30 Kilometer müssen meist reichen. Radtourismus wird in dieser Gegend immer wichtiger. Und damit zu dem Gedanken, der mir beim Schreiben kam. Ich schrieb über ein Konzert einer jungen Band. Bis auf den Keyboarder sind alle aus meiner Ecke dieses Landkreises. Also vier Menschen, die hier zur Welt gekommen und aufgewachsen sind. Einer von diesen lebt und arbeitet hier. Die anderen drei wohnen in größeren Städten, in anderen Bundesländern. Ob sie jemals wieder herziehen werden? Vor der persönlichen Entscheidung für längere Zeit die Heimat zu verlassen, stehe ich auch. Australien wird es wohl dieses Mal nicht. Auch bleibe ich wohl in Deutschland. Aber auch ich kann nicht sagen, ob meine Heimat auch wieder mein Zuhause wird. Pessimismus? Nein. Nicht persönlich. Da bin ich guter Dinge. Doch möchte ich nicht, dass meine Region irgendwann nur noch durch Radfahrtourismus, Windräder und Biosphärenreservate definiert wird. Klingt komisch, ist aber so.

Selbstversuch

Manche Menschen werden sich bei Folgendem denken: “Warum macht er das jeden Tag?” Ich gebe zu. Es sind meist nur fünf Tage in der Woche. Und ich mache es auch manchmal nicht gern. Doch für die Kollegen Essen zu organisieren, bringt für mich, außer es regnet oder schneit, einige Vorteile mit sich. Nicht, dass jene Kollegen je selbst einmal los marschieren würden, um Essbares zu besorgen. Obwohl es auch in meiner büronalen Umgebung Ausnahmen gibt. Doch zurück zum Wesentlichen, den persönlichen Vorteilen. Zum einen sitze ich nicht nur im Büro, sondern komme auch an die frische Luft. In einer Jahreszeit, in der die Röcke kürzer werden, keine schlechte optische Wahrnehmung. Neben der Aufnahme von Reizendem steht auch die Bewegung für mich hoch im Kurs. Zumal die Schnitzel mit Kartoffelsalat und andere schwere Kost, auch wiegen, dass sich so manche Tüte dem Reißen nähert und sich in die Haut der Hände gräbt.
Oft hole ich mir nur einen Salat. Der macht dann auch satt. Nur im Vorfeld will mein Kopf auch fleischlichen Genuss. Niedere Gelüste befriedigen. Mit Kartoffelsalat und Soße. Diesen Kram zu kaufen scheint mich unterbewusst zu sättigen. Ein weiterer Vorteil des Fremdeinkaufs für Kollegen. Und wie zum Beweis schallte es vor ein paar Tagen aus dem TV, dass allein der Konsum befriedigen, sättigen könne. Placeboeffekt. Der Figur tut es gut. Bei den Kollegen bin ich mir da nicht so sicher. Kostverächter bin ich trotzdem nicht geworden. Die Menge macht es oft im Leben.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.