Die Audioslave-Scheibe nahm ich aus dem Player. Sie machte Platz, Platz für eine Scheibe, die mir gleich beim ersten Song ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Als dann der zweite Titel von allein durch die Technik der Stereoanlage abgespielt wurde, wurde das Grinsen noch breiter. Ein neues Album hatte ich vor ein paar Tagen in der Post, vor mir, in den Händen und schließlich im Player. Eines, das es erst am 1. April zu erwerben gibt. Trotzdem ist es, als wenn man alten Bekannten begegnet, zuhört. Man freut sich sie wieder in den Ohren zu haben. Habe ich doch die Jungs von Empty Guns erst live gesehen, im Radio gehört.
„Nichts ist laut hier“ klingt es aus den Lautsprechern. Fast so gut wie auf der Bühne. Nur die mitsingenden Fans, Elvis, die Mannen von Paan, die oft auch in den Reihen der Zuschauer zu sehen sind, fehlen. Ich habe das Album laut gehört. „Ich bin antiautoritär“. Sören’s Texte malen Bilder in meinem Kopf, jedes Mal wenn ich dieses Album höre, was sich aber auch von den Vorgängerplatten der Empty Guns sagen lässt. Jeder, der an diesem Album beteiligt war, Sören (Gesang), Niko (Gitarre), David (Bass), Sebastian (Gitarre) und Martin (Schlagzeug) hat seine persönliche Handschrift hinterlassen, zu einem gelungenen Ganzen zusammengefügt. Die beiden Letztgenannten sind nun nicht mehr dabei, Gründe sollen an dieser Stelle außen vor bleiben. Thomas nahm Platz am Schlagzeug. Hat sich bereits live mehrfach bewehrt. „Komm schon bleib’ nicht steh’n. Du willst doch selbst, dass sich was bewegt“, heißt es in einer Liedzeile. Die vier Jungs von Empty Guns bewegen sich mit diesem Album weiter in die richtige Richtung. Da stören auch die ein oder anderen übersteuert-verzerrten Töne nicht, die den Live-Charakter manchmal zu sehr auf den Tonträger bannen.
Mehr zur Band: http://myspace.com/emptyguns